Mit einer Reihe von Einzelmaßnahmen können Sie den Anteil von Frauen in Führungspositionen in Ihrem Unternehmen erhöhen. Doch besser wirkt ein Gesamtkonzept von Gender Diversity, das gleichzeitig auch die männlichen Führungskräfte beteiligt.
In den meisten Unternehmen ist mittlerweile klar, dass sie mehr Frauen in Führungspositionen brauchen, um weiterhin wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Sie ergreifen eine Reihe von Einzelmaßnahmen wie Mentoring Programm, flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, Coaching und Fortbildungen etc.
Einzelmaßnahmen für Frauen schränken ein
Diese sind sinnvoll und notwendig, vernachlässigen aber mindestens drei wesentlichen Aspekte:
Gender Diversity statt Normerhaltung
Ohne Veränderung bleibt die Norm(alität) in Unternehmen bestehen. Diese Norm ist im Wesentlichen:
Diese Norm muss statistisch nicht einmal die Mehrheit im Unternehmen sein. Aber sie gilt als „Norm(al)person“, trifft alle relevanten Entscheidungen und prägt die Unternehmenskultur. Wer nicht dazu gehört gilt als anders, besonders, defizitär oder Problemgruppe; wird ausgegrenzt, abgewertet oder marginalisiert und/oder ist gezwungen, sich anzupassen.
Dabei sind die Nachteile homogener Organisationen immens:
Von Abweichungen von der Norm sind besonders betroffen:
Diese sechs Diversitäts-Kategorien Geschlecht, ethnisch-kultureller Hintergrund, sexuelle Orientierung, Lebensalter, Behinderung und Religion/Glaube gelten als die „Big Six“. Sie sind im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) festgelegt, weil sie das größte Diskriminierung- beziehungsweise Privilegierungspotential aufweisen sowie als unveränderlich gelten
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Gender Diversity Ziele
Anstatt sich also beispielsweise Frauen an die männliche Norm anpassen - auch „fixing the woman“ genannt - geht es darum, Unterschiedlichkeiten zu wertschätzen und eine produktive Gesamtatmosphäre im Unternehmen herzustellen. Der Abbau von Vorurteilen, Benachteiligungen und Diskriminierungen verbessert die Chancengleichheit sowie gleiche Teilhabe und Partizipation. Eine freie selbstbestimmte Lebensgestaltung jenseits tradierter Rollenmuster wird möglich.
In meinem Verständnis steht dabei Gender - also das soziale Geschlecht - als zentrale Strukturkategorie und Marker im Vordergrund. Die weiteren Diversity Kategorien differenzieren sich entlang dessen, das heißt zum Beispiel ältere Frauen und Männer, Männer mit Behinderung, Frauen mit Migrationsgeschichte etc.
Für Unternehmen ist dabei entscheidend, dass die Gesamtheit der Beschäftigten mit ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Fokus stehen. Ziel ist nicht mehr eine Anpassung der „Minderheit“, sondern eine Veränderung der „Mehrheit“, der Unternehmenskultur und –struktur, der Normen und Werte. Es gilt die passende Organisationsform für alle zu schaffen - und daran sind alle Beschäftigten und Führungskräfte beteiligt.
Gender Diversity Management als Prozess der Organisationsveränderung
Sie sehen, es verschiebt sich der Blickwinkel: Es geht nicht mehr nur um Frauen. Besonders die (männlichen) Führungskräfte sind gefragt, das Unternehmen so umzugestalten, dass für Frauen und Männer in ihrer Vielfalt Chancengleichheit möglich ist.
Das ganzheitlich, strategisch ausgerichtete Managementkonzept ist gekennzeichnet dadurch,
Umsetzungsstrategien entwickeln
Aufbauend auf diesem Konzept gilt es nun Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Dabei werden die bisherigen Maßnahmen der Frauenförderung integriert - und die (männlichen) Führungskräfte einbezogen. Gerne unterstütze ich Sie dabei, indem
Ich freue mich von Ihnen zu hören!